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28. Juni 2019 | AUTlook
Von Lego zu Industrie 4.0
Was sich in 20 Jahren Automatisierungstechnik verändert hat, was die Zukunft braucht – und was bleiben wird.
Darüber spricht High-Tech-Erfolgsmann Josef Gebeshuber.




Womit haben Sie sich vor 20 Jahren beschäftigt?
In den 1990ern gab es in Österreich wenige Unternehmen für Automatisierung, die Flexibilität der damaligen Maschinenbauer war gering. Ich erkannte ein Potenzial für Spezialanbieter von automatisierten Sondermaschinen und spezialisierte mich ab 1997 auf Mess-Montagetechnik.
Wie kamen Sie zur Automatisierung?
Meine Anfangsjahre als Instandhalter haben mich geprägt. Bei der Hochleistungsautomatisierung zählen der stabile Prozess und die Anlagenverfügbarkeit. Jede Anlage ist so schwach wie die schwächste Hardware in der Kette: Das habe ich schon berücksichtigt, als ich erste Anlagen mit Robotern oder selbst entwickelten Linear-Handling-Systemen automatisiert habe.

Was wird Sie die kommenden Jahre am Meisten beschäftigen?
Einfachere Anlagenbedienung, höherer Automatisierungsgrad sowie höchste Datenverfügbarkeit bei steigender Anlagenverfügbarkeit. Leider ist der Hunger auf Technik aus Zentraleuropa in den letzten 20 Jahren nicht gestiegen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen erleichtern Flexibilisierung auch nicht.
Welche Technologien sehen Sie auf dem Vormarsch?
Produktionsanalgen müssen sich selbstständig, wenn möglich ohne manuelle Rüsteinwirkung, auf unterschiedliche Produkttypen einstellen. Daraus ergibt sich, dass elektromotorische Antriebssysteme, Kamerasysteme, intelligente Sensoren und Robotersystem integriert werden müssen.
Setzen die Lieferanten auf die richtigen Themen?
Wenn Zulieferer ihre Systeme mit integrierbaren Softwareapplikationen für die geläufigsten Steuerungssysteme anbieten würden, wäre noch viel Potenzial im Zukauf vorhanden.

Wie oft fällt in einem Kundengespräch der Begriff „Industrie 4.0“?
Generell steigen die Kundenanforderungen, aber unser Unternehmen liefert seit mehr als 15 Jahren Anlagen mit integrierten SQL-Datenbanksystemen aus. Mit zunehmender Digitalisierung bieten sich auch mehr Möglichkeiten.
Worüber reden Sie wirklich mit Ihren Kunden?
Jeder Kunde hat andere Anforderungen und Problemstellungen. Sie benötigen meist fundierte Hilfestellungen für die Automatisierung. Dafür ist langjährige Erfahrung in der Kundenbetreuung mit viel Praxiswissen notwendig, die wir als GU für Komplettsysteme auch anbieten können.
 

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